Bewerbungstipps A - Z

Die Entscheidung, wofür und wo man sich bewirbt, ist schon wahrlich nicht einfach. Jetzt kommt auch noch die Frage nach dem "Wie" dazu. Dazu werden ein- oder mehrtägige Bewerbungstrainings angeboten, die in Schulen mit guter Berufsorientierung im Unterricht integriert sind, aber auch an Volkshochschulen o. ä. besucht werden können. Auch viele gute Bücher sind zu diesem Thema erhältlich. Unsere nachfolgenden Bewerbungstipps können und wollen Bewerbungstrainings oder Bücher nicht ersetzen, sondern mit ein paar vielleicht weniger verbreiteten Fakten ergänzen.

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

« A »

Adressen
Sowohl die Absender- als auch die Empfängeradresse sind Prüfsteine in jeder Bewerbung. Die Angabe der eigenen vollständigen Adresse sollte keine(r) Bewerber(in) schwer fallen, allerdings werden gern mal Telefonnummern und Mailadressen, die die Betriebe für eine schnelle Rückfrage oftmals gerne hätten, vergessen. Schwieriger dagegen wird es schon bei der Empfängeradresse: Insbesondere bei sehr großen Firmen sollte man sich vorher informieren, wohin die Bewerbung im Betrieb genau zu richten ist, z. B. an die Personalabteilung oder an die Ausbildungsabteilung, sonst riskiert man, dass die Bewerbung erst einige Tage im Ausbildungsbetrieb hin- und herirrt, ehe sie an die richtige Stelle gerät. Mit einer genauen Empfängeradresse kann man schon den ersten Pluspunkt sammeln .... oder verschenken.

Anschreiben
Keine Bewerbung ohne Anschreiben! Gerade in großen Ausbildungsbetrieben mit hunderten von Bewerbungen werden die Anschreiben nicht Wort für Wort gelesen, aber zumindest immer kurz überflogen, und erfahrene Personaler sehen sofort, ob sich hier jemand individuell Mühe gegeben hat oder einen Standardbrief irgendwo abgeschrieben hat. Deshalb bitte kein Anschreiben aus Floskeln und Textbausteinen zusammensetzen: "Wie mir das Arbeitsamt mitteilte....." oder "durch das Schülerpraktikum wuchs mein Interesse"! Insbesondere wenn die Bewerbung Schwachpunkte aufweist wie Lücken im Lebenslauf oder fehlende Zeugnisse, ist im Anschreiben die Gelegenheit für eine ehrliche Erklärung.

« B »

"BASICSKILLS"
Die Ausbildungsunternehmen erhalten von den "BASICSKILLS"-Testcentern keinerlei Ergebnisse oder sonstige Daten der Teilnehmer. Die Bewerberinnen und Bewerber sind also selber dafür verantwortlich, ihre "BASICSKILLS"-Ergebnisse den Ausbildungsbetrieben durch Anlage zu ihrer Bewerbung bekannt zu machen. Falls jemand den "BASICSKILLS" ein zweites Mal gemacht hat, muss er beide Ergebnisse als Kopie beilegen.

Beglaubigungen
Beglaubigungen der Zeugnisse kosten meistens Geld; vielleicht ist eure Hausbank oder das Büro eurer Kirchengemeinde aber bereit, mal ein paar kostenlose Beglaubigungen zu tätigen. Übrigens nehmen heute viele Ausbildungsbetriebe auch erst einmal ohne Probleme Bewerbungen mit unbeglaubigten Zeugnissen entgegen; sie fordern erst dann beglaubigte Zeugniskopien nach, wenn ihr in die engere Bewerberauswahl kommt oder ihr gar schon ein Ausbildungsplatzangebot bekommt.

Behinderungen
Mit einer eventuellen Behinderung sollten Bewerberinnen und Bewerber offen und offensiv umgehen. Kaum ein Betrieb lehnt heute Bewerber mit einer Behinderung ab (dafür sorgen schon entsprechende Gesetze), wenn trotz dieser Behinderung ein erfolgreicher Berufsabschluss möglich ist.

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Beruf
Ein Kardinalsfehler ist es, in einer Bewerbung den gewünschten Ausbildungsberuf gar nicht genau zu benennen: Schwammige Formulierungen wie "ich bewerbe mich hiermit auf einen technischen Beruf in Ihrem Unternehmen" lassen befürchten, dass sich der Absender gar nicht mit dem Ausbildungsplatzangebot des betreffenden Betriebes beschäftigt hat, dass ihm ein sicherer Platz in dem Betrieb wichtiger ist als der eigentliche Berufsinhalt. Darauf reagieren die meisten Betriebe eher allergisch..... solche Bewerbungen kannst du dir gleich sparen, schade ums Porto!

Bescheinigungen
Bei der Zusammenstellung einer Bewerbung kommt es immer auf Qualität und weniger auf Quantität an: Bei allen Bescheinigungen und Zertifikaten über die Schulzeugnisse hinaus solltest du sehr genau überlegen, was du beifügst und was nicht: Weniger ist manchmal mehr! Alle beigefügten Bescheinigungen sollten im Zusammenhang mit dem Beruf stehen oder eine wichtige Aussage über deine Persönlichkeit beinhalten. Ein Freischwimmerzeugnis zum Beispiel hat jedenfalls in einer Bewerbung nichts verloren, es sei denn, du willst Bademeister werden!

Bewerbungsbogen
In vielen Betrieben gibt es so genannte Bewerbungsbögen, damit die Bearbeiter der Bewerbungen gleich alle wichtigen Bewerberdaten einheitlich und auf einen Blick zur Verfügung haben. Es lohnt sich, vorher im Internet nachzusehen oder nachzufragen, ob ein Betrieb einen eigenen Bewerbungsbogen anbietet und dann natürlich auch gern ausgefüllt als Anlage einer Bewerbung vorfinden möchte!

Berufswahlpass
Den Berufswahlpass haben wir in diesem Internetauftritt ausgiebig vorgestellt. Hoffentlich ist er in deiner Schule schon eingeführt, so dass du ihn als weiteren Pluspunkt deiner Bewerbung in Feld führen kannst. Wenn dies der Fall ist, solltest du im Anschreiben erwähnen, dass du einen gepflegten Berufswahlpass besitzt und ihn gerne zu einem Bewerbergespräch mitbringen würdest. Wir müssen sicherlich nicht darauf hinweisen, dass man einen Original-Berufswahlpass ebensowenig wie andere Originalzeugnisse keinesfalls aus der Hand geben und einer Bewerbung beilegen sollte, oder?

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« C »

CD
Gerade für Berufe rings um den PC glauben viele Bewerber, dass sie Kostproben ihres PC-Könnens (z. B. eine Powerpoint-Präsentation auf CD) einer Bewerbung beilegen sollten. In nur ganz wenigen Betrieben (z. B. für grafische Berufe) ist das vielleicht gerne gesehen, aber in den meisten Betrieben dürfen die Bearbeiter solche CDs wegen der Virengefahr gar nicht in ihren PC einlegen!

Copy&Paste-Fehler
"Copy&Paste"- oder "Kopieren&Einfügen"-Fehler: Viele Bewerberinnen und Bewerber müssen ja heute recht viele Bewerbungen verschicken und wandeln dafür im Textverarbeitungsprogramm wie am Fließband Anschreiben für Anschreiben mit "Kopieren&Einfügen" ab. Dabei kommt es leicht vor, dass in einem Anschreiben noch Wortfetzen stehen bleiben, die eigentlich für den Empfänger des vorher geschriebenen Anschreibens bestimmt waren. Solche Fehler sprechen nicht für sorgfältige Arbeitsweise des Bewerbers, d. h. auch das Porto für solche schlampigen Massenbewerbungen kannst du dir sparen. Viel besser ist es, wenn du dich statt dessen mit der (genau für solche Fälle vorgesehenen!) Serienbrief-Funktion deines Textverarbeitungsprogramms vertraut machst; so vermeidest du diese Fehler und lernst dabei gleich noch etwas Sinnvolles!

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« D »

DIN C4
Kennst du den Unterschied zwischen den Briefumschlaggrößen DIN C4 (229mmx324mm) und DIN B4 (250mmx353mm)? Ein kleiner, aber feiner Unterschied! In Ausbildungsbetrieben, die sehr viele Bewerbungen erhalten, verdrehen die Sachbearbeiter oftmals die Augen, wenn wieder eine pompöse Bewerbungsmappe ankommt, die nicht im DIN C4-Umschlag Platz fand, sondern einen B4-Umschlag benötigte. Das könnte den Betrieben doch eigentlich völlig egal sein, könnte man meinen! Das ist aber nicht ganz so, denn die Bearbeiter denken beim Empfang der Post oftmals schon ans spätere Zurücksenden all der vielen nicht berücksichtigten Bewerbungen, und das geht mit C4-Versandhüllen mit Adressfenster viel einfacher als mit B4-Umschlägen, die es nur ohne Adressfenster gibt, so dass hierfür entweder ein Adressetikett gedruckt werden muss oder der Umschlag gar von Hand beschriftet werden muss. Obwohl wir nicht hoffen wollen, dass deine Bewerbung so schnell mit einer Absage wieder zurückkommt, nimm lieber etwas einfachere Bewerbungsmappen, die mit C4-Umschlägen zu verschicken sind!

« E »

Ehrlichkeit
In Bewerbungen wird gerne mal etwas "geschönt". Aber die Bearbeiter der Bewerbungen in den Ausbildungsbetrieben haben in den allermeisten Betrieben langjährige Erfahrung und finden die kleinen "Korrekturen" und Beschönigungen zuverlässig heraus und schließen solche Bewerbungen sofort von der weiteren Bearbeitung aus. Wenn beispielsweise jemand im Anschreiben als seine Lieblingsfächer Mathematik und Physik angibt und in den Schulzeugnissen dann nur Vieren und Fünfen in diesen Fächern prangen, sorgt dies nicht gerade für Glaubwürdigkeit. Kein Betrieb wird einen Auszubildenden einstellen, an dessen Ehrlichkeit und Glaubwürdigkeit Zweifel bestehen!

Elektronische Anlagen
Zur Zeit kommen Online-Bewerbung in Mode, besonders bei Großunternehmen. Dabei können oftmals Zeugnisse als Grafik-Dateien hochgeladen oder als Anlagen einer Mail beigefügt werden. Auch hierbei kann man viel falsch oder richtig machen, man muss es nur wissen: Ungern wird es gesehen, wenn eine Vielzahl von Anlagen in den unterschiedlichsten Dateiformaten beigefügt sind, dann muss der Bearbeiter zwischen allen möglichen Programme wie "Word", "Powerpoint", einem Foto-Editor und vielleicht noch "Acrobat Reader" hin- und herwechseln, ehe alle Dokumente einzusehen sind. Ebenso ungeschickt ist es, sehr speicherplatzfressende Dateiformate wie Bitmap zu benutzen. Pluspunkte kann hier sammeln, wer die Bearbeiter im Betrieb am wenigsten "ärgert", indem er sich auf möglichst wenige und möglichst speicherplatzschonende Dateiformate beschränkt (zum Beispiel pdf, jpg) und damit seine PC-Kompetenz unter Beweis stellt! Selbstauspackende Komprimierungen sind auch eher tückisch, da sie wegen ihres exe-Dateisuffixes von vielen Firewalls der Betriebe abgeblockt werden und gar nicht ihren Empfänger erreichen.

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« F »

Fehlzeiten
Viele Betriebe lassen Bewerbungen mit langen oder gar unentschuldigten Fehlzeiten in den Zeugnissen nicht in die engere Bewerberauswahl kommen. Deshalb lass dir auf keinen Fall unentschuldigte Fehlzeiten zu Schulden kommen! Wenn viele entschuldigte Fehltage im Zeugnis stehen, dann solltest du sie am besten im Anschreiben ehrlich und stichhaltig begründen; wenn Krankheit die Ursache war, am besten ein ärztliches Attest beifügen. Ehrlichkeit kommt immer gut an!

Format
siehe vorhergehende Hinweise unter "DIN C4" und "Elektronische Anlagen"

Frankieren
Eigentlich mehr als selbstverständlich: Ungenügend frankierte Bewerbungspost, die mit Nachporto beim Empfänger ankommt, braucht man gar nicht erst loszuschicken.

Fristen
Jahr für Jahr fallen immer wieder viele Bewerberinnen und Bewerber aus allen Wolken, wenn sie erfahren, dass sie die Bewerbungsfrist bei ihrem Wunschunternehmen versäumt haben. In Großunternehmen muss man sich oftmals ein Jahr und länger im voraus bewerben, deshalb solltest du dich unbedingt rechtzeitig über die Bewerbungsfristen (z. B. im Internet) informieren und sicherstellen, dass deine Bewerbung zum richtigen Zeitpunkt in der richtigen Abteilung im Unternehmen ankommt!

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« G »

Girls' Day
Auch eine Teilnahmebestätigung von einer Girls'-Day-Veranstaltung, idealerweise noch ergänzt durch einen kleinen persönlichen Kurzbericht, ist eine wertvolle Referenz für jede Bewerbung eines Mädchens, insbesondere wenn es sich auf einen "Männerberuf" bewirbt.
siehe auch Hinweise unter "Y-Chromosom"

Gliederung
Konventionelle Papierbewerbungen sollten gut gegliedert sein und den folgenden Mindestumfang aufweisen:

Manche Ausbildungsbetriebe wünschen es sich, dass Anschreiben und Lebenslauf handgeschrieben oder auf dem PC erstellt sein sollte, manche Betriebe verlangen einen ausgefüllten betriebseigenen Bewerbungsbogen. Manche Betriebe verlangen die drei letzten Zeugnisse als Kopie, andere sind mit dem letzten Zeugnis zufrieden. Die Informationen über die je nach Betrieb gewünschte Art und den Umfang der Bewerbung kannst du in den meisten Fällen bei der Agentur für Arbeit in Erfahrung bringen, oftmals finden sich diese Informationen auch im Internet.

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« H »

Hobby
Ein Hobby verrät einiges über den Menschen, und die Betriebe wollen dich als Persönlichkeit ja auch ein wenig kennenlernen um sicherzugehen, dass du der richtige Nachwuchs für sie bist. Deshalb solltest du deine Hobbys in der Bewerbung nennen, soviel von deiner Privatsphäre solltest du ruhig preisgeben. Aber bitte nur ehrliche Angaben machen: mancher Bewerber ist schon auf den Bauch gefallen, indem er vermeintlich angesagte Hobbys für diesen Beruf angegeben hat, die er aber gar nicht wirklich betreibt und sich dann bei Fragen im Vorstellungsgespräch dazu blamiert.

« I »

Interessen
siehe vorhergehende Hinweise unter "Hobby"

« J »

Jobs
Für viele Ausbildungsbetriebe ist es auch ein interessantes Indiz, ob der Bewerber in den Ferien oder nachmittags schon einmal gejobbt hat und damit bereits ein klein wenig den Hauch der Arbeitswelt kennengelernt hat. Mit einem solchen Job kannst du dich wohltuend unterscheiden von anderen, die antriebslos mit ihrer Freizeit nichts anzufangen wussten; daher solltest du auch nicht zögern, ihn in deinem Lebenslauf aufzuführen - auch wenn es vielleicht nur Babysitting oder Zeitungsaustragen war. Noch besser ist es, wenn dir der Auftraggeber deines Jobs ein kleines Zeugnis auszustellen bereit ist, das du deiner Bewerbung beifügen kannst.

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« K »

Kopfnoten
Mit den Kopfnoten in den Zeugnissen ist es vielfach wie mit unentschuldigten Fehlzeiten: Wer hier nur mittelmäßige oder schlechte Bewertungen vorzuweisen hat, kommt in vielen Ausbildungsbetrieben nicht in die engere Bewerberauswahl. Deshalb bemühe dich rechtzeitig um gute Beurteilungen im Arbeits- und Sozialverhalten, das hat mit Schleimerei, Duckmäusertum und Strebertum nichts zu tun! Wer in der Schule seine berechtigte Kritik in angemessener Weise äußert, hat von fairen Lehrkräften keine schlechten Kopfnoten zu erwarten. Und solltest du es einmal mit unfairen Lehrern zu tun haben, dafür gibt es Eltern oder Vertrauenslehrer, die dich unterstützen können. Auch hier gilt aber natürlich: Ehrlichkeit kommt immer gut an; die immer wieder gern genommene Ausrede mit dem ungerechten Lehrer wird nirgends akzeptiert!

Kundenkind
Oftmals wird insbesondere großen Ausbildungsbetrieben nachgesagt, dass dort nur Kinder von Kunden (KuKi's) oder Mitarbeitern (MiKi's) eine Chance bei der Bewerbung haben. Richtig ist, dass in solchen großen Betrieben oftmals eine Abmachung mit dem Betriebsrat existiert, dass die KuKi's und MiKi's ohne Ansehen der Schulzeugnisse auf jeden Fall zum Eignungstest eingeladen werden; ab dann entscheidet auch in diesen Betrieben nur noch das Testergebnis über das Weiter­kommen in der Bewerberauswahl. Alle anderen Behauptungen über Privilegien der KuKi's und MiKi's sind meistens völlig aus der Luft gegriffen.
Mit einem beigefügten "BASICSKILLS"-Ergebnis in deiner Bewerbung kannst du dich in vielen Ausbildungsbetrieben auf eine ähnliche Stufe wie die KuKi's und MiKi's stellen, denn deine Bewerbung gewinnt damit an Aussagekraft und in einigen Betrieben kannst du damit gleich im zweiten Bewerber-Auswahlschritt der Betriebe einsteigen .... was dir aber im Zweifelsfall nicht ersparen wird, dass dich im Bewerbergespräch jemand auf eventuelle schlechte Schulnoten ansprechen wird - dann sind Ehrlichkeit und Überzeugungskraft (und keine "Indianer-Eide"!) angesagt.

Klarsichthüllen
Auch mit der Verwendung von Klarsichthüllen in Bewerbungen kann man leicht gegen das wichtige Prinzip verstoßen, die Bearbeiter in den Betrieben möglichst wenig zu "ärgern": Das gilt zum Beispiel für mehrseitige Anlagen wie zum Beispiel ein Abiturzeugnis, die für das Betrachten mühsam aus oftmals noch recht engen Klarsichthüllen herausgezogen und danach noch mühsamer wieder zurückgesteckt werden müssen. Klarsichthüllen haben eigentlich den Zweck, Dokumente zu schützen, die vielfach oder in etwas schmutziger Umgebung in die Hand genommen werden; beides ist bei Bewerbungsunterlagen nicht zu erwarten, also: auf Klarsichthüllen verzichten, damit Geld sparen und nicht den Argwohn erwecken, durch Investition in Oberflächlichkeiten von anderen Qualitätsmängeln ablenken zu wollen!

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« L »

Lebenslauf
Ein Lebenslauf gehört heute in jede Bewerbungsmappe! Dabei haben sich heute weitestgehend tabellarische Lebensläufe durchgesetzt. Dagegen sind die Geschmäcker der Betriebe in der Frage, ob ein Lebenslauf handgeschrieben oder auf PC erstellt sein sollte, durchaus noch unterschiedlich, wobei der Trend aber unaufhaltsam in Richtung PC geht. Es lohnt sich auch bei diesem Thema, vorher im Internet nachzusehen oder nachzufragen.

Legasthenie
Schwere Formen von Rechtschreibschwäche, so genannte Legasthenie, sind in Berufen, in denen viel zu schreiben ist, schon hinderlich, aber nicht unbedingt ein Ausschlussgrund. Legasthenie darf aber keinesfalls zum Alibi werden, eine eigene "Rechtschreibreform" für sich in Anspruch zu nehmen: Kein Unternehmen kann es sich leisten, dass ein Kunde einen Brief mit zahlreichen Rechtschreibfehlern erhält, das wäre in jedem Fall rufschädigend und würde nicht gerade zu neuen Aufträgen verhelfen. Deshalb muss ein Legastheniker schon in seiner Bewerbung beweisen, wie er mit seiner Schwäche umzugehen pflegt: Er muss sich bei seiner Bewerbung ebenso wie später in seinem Berufsleben bei wichtigen Schreiben Unterstützung von rechtschreibsicheren Kollegen einholen. In einer Bewerbung zu schreiben, man sei Legastheniker, und dann zu schreiben, wie es gerade kommt, ist kaum der richtige Weg.

Links

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Literatur

www.14-24jahre.com

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« M »

Mama
Oftmals engagieren sich Eltern bei den Bewerbungsaktivitäten ihrer Kinder zu sehr und schaden damit in mehrererlei Hinsicht: Einerseits fördern sie damit die Selbständigkeit ihrer Kinder nicht oder lenken oft sogar die Bewerbungsaktivitäten in Richtungen, die die Kinder gar nicht wollen und mittragen. Andererseits kommt es in den Betrieben meistens nicht gut an, wenn Mama oder Papa statt des Bewerbers anrufen oder wenn ganz offensichtlich auf einem Bewerbungs-Briefumschlag die schön geschwungene Handschrift der Mutter statt der etwas "krakeligeren" Schrift des Sohnes prangt.
Eltern sind bei den Bewerbungsaktivitäten wertvolle Ratgeber im Hintergrund, aber nicht mehr!

Mappe
siehe vorhergehende Hinweise unter "DIN C4"

Mehrfachbewerbung
Dass man sich heute in verschiedenen Ausbildungsbetrieben parallel bewerben muss, ist selbstverständlich und hier mit dem Begriff "Mehrfachbewerbung" auch nicht gemeint! Wir verstehen unter "Mehrfachbewerbung" mehrere parallele Bewerbungen, die vom selben Bewerber an denselben Ausbildungsbetrieb gerichtet werden.
Das kann absichtlich geschehen sein, wenn man sich im selben Betrieb auf verschiedene Ausbildungsberufe bewirbt, wird aber meistens in den Betrieben gar nicht gerne gesehen, weil es nur die Berge an Bewerbungsmappen vergrößert und nicht zur Übersicht beiträgt. Aber Vorsicht: In manchen Unternehmen gibt es unterschiedliche Ausbildungsabteilungen zum Beispiel für kaufmännische und für technische Ausbildungsberufe; in solchen Fällen kann es ausnahmsweise doch notwendig sein, zwei Bewerbungen einzureichen, da sie im Ausbildungsbetrieb verschiedene Wege durchlaufen. Auch hier ist wieder rechtzeitige, gute Recherche angesagt!
Mehrfachbewerbungen können aber auch leicht unabsichtlich passieren, wenn ein Bewerber sich bei sehr, sehr vielen Betrieben bewirbt und die Übersicht verliert, wo er seine Unterlagen schon hingesandt hat. Auch das kommt schlecht in den Betrieben an, denn es entlarvt den Bewerber als chaotisch und desorganisiert. Deshalb: Über alle Bewerbungen Buch führen, Mehrfachbewerbungen damit vermeiden und penibel notieren, was mit welcher Bewerbung wann passiert ist, welche Antworten man bekommen hat usw. Übrigens ist das eine schöne Gelegenheit, sich mit einem Tabellenkalkulationsprogramm wie EXCEL ein bißchen vertraut zu machen.

Mitarbeiterkind
siehe vorhergehende Hinweise unter "Kundenkind"

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« N »

Netiquette
Im Zeitalter aufkommender Online-Bewerbungen kommt es auch immer häufiger vor, dass der Schriftverkehr zwischen Betrieb und Bewerber nicht mehr per Briefpost abgewickelt wird, sondern eMails hin- und hergehen. Im privaten eMail-Verkehr haben sich vielfach Gewohnheiten eingebürgert, die beim eMail-Verkehr rings um eine Bewerbung tunlichst vermieden werden sollten: So ist es hier schon wichtig, in solchen Mails auf korrekte Rechtschreibung, Groß- und Kleinschreibung, Zeichensetzung usw. zu achten, die in der privaten elektronischen Kommunikation gerne mal vernachlässigt werden. Emoticons wie :-) haben in Bewerbungs-Mails überhaupt nichts verloren, dagegen sollte auf jeden Fall im Mailfuß die komplette Bewerberanschrift mit Telefonnummer angegeben sein. Die Regeln, was man in solchen offiziellen Mails tun und lassen sollte, bezeichnet man heute gern mit "Netiquette", einem Kunstwort aus "Net" und "Etiquette". Sie sind beispielsweise schön nachzulesen unter: www.netplanet.org.

« O »

Online-Bewerbung
Online-Bewerbungen kommen immer mehr in Mode. Die dabei geforderten Abläufe oder gewünschten elektronischen Anlagen sind von Unternehmen zu Unternehmen oftmals sehr unterschiedlich, manchmal ist sogar ein Mini-Eignungstest (Pre-Check) gleich am heimatlichen PC inbegriffen. Es ist deshalb ratsam, sich vorher die einleitenden Hinweise auf der Homepage des jeweiligen Unternehmens gut durchzulesen und sich gut vorzubereiten:

Originale
Originale von Zeugnissen oder von anderen Dokumenten haben in keiner Bewerbung etwas verloren - viel zu groß ist die Gefahr, dass sie auf dem Postweg oder in einem Ausbildungsbetrieb abhanden kommen oder beschädigt werden könnten. Erst wenn sich ein Ausbildungsbetrieb und ein Bewerber handelseinig geworden sind und es zum Abschluss eines Ausbildungsvertrages kommt, muss man natürlich dem Wunsch eines Betriebes nachkommen, wenn er noch einmal die Originale sehen möchte.

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« P »

Passfoto
Im Gegensatz zu manchen anderen Ländern gehört zu einer Bewerbung in Deutschland zwangsläufig ein Passfoto. Wie so oft bei menschlichen Begegnungen kann auch bei einem Bewerbungsfoto der erste Eindruck entscheidend sein, deshalb sollte gute Qualität oberstes Gebot sein. "Verbrecherfotos" aus dem Automaten oder selbst aufgenommene Digitalfotos haben nur selten die erforderliche Qualität hinsichtlich Bildaufteilung, Beleuchtung, Schärfe und Gesichtsausdruck. Deshalb sollten Bewerbungsfotos immer vom professionellen Fotografen oder von einem wirklich talentierten Laien aufgenommen sein. Sie müssen heute nicht mehr unbedingt in Papierform der Bewerbung beigefügt werden, sondern können auch als Digitalfoto in die Bewerbung eingebunden sein.

Praktika
In jeder Bewerbung spielen Praktika eine ganz wichtige Rolle. Sie sollten aber nicht nur im Lebenslauf genannt, sondern auch mit einem Zeugnis nachgewiesen werden. Auch Praktika in ganz anderen Berufsrichtungen sollten unbedingt erwähnt und nachgewiesen werden, da sie für ein Gesamtbild des Bewerbers wichtig sind; es ist ziemlich unwahrscheinlich, dass ein Ausbildungsbetrieb das als wenig zielgerichtet wertet, es beweist vielmehr Vielseitigkeit und Aufgeschlossenheit bei deinen Berufsorientierungsaktivitäten!

Praktische Erfahrungen
Neben eigenen Hobbys und Praktika sollten in einer Bewerbung auch andere praktische Erfahrungen erwähnt werden, wenn sie im weitesten Sinne zum nachgefragten Ausbildungsberuf passen. Wer zum Beispiel beim Hausbau in der Familie mitgeholfen und dabei zumindest Handlager gespielt hat, kann das gut in jeder Bewerbung auf einen technischen oder handwerklichen Beruf verwerten.

Persönliche Abgabe
Üblicherweise werden Bewerbungen mit der Post oder zunehmend auch elektronisch versandt. Manche Handwerksmeister zum Beispiel sehen es auch recht gerne, wenn eine Bewerbung persönlich abgegeben wird, da sie dann den Bewerber gleich persönlich kennenlernen können. So etwas will aber vorher gut abgeklärt sein, damit du auf keinen Fall ungelegen kommst!

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« Q »

Qualität
Von einem Bewerber, der eine Bewerbung von schlechter Qualität abgibt, wird man wohl kaum später hochqualitative Arbeitsergebnisse erwarten können! Deshalb kannst du dir lieblose Bewerbungen, eine nach der anderen wie am Fließband erstellt völlig sparen. Die Bearbeiter in den Ausbildungsbetrieben haben ein geschultes Auge dafür, ob sich der Absender Mühe gegeben hat oder nicht. Rechtschreibfehler, Copy&Paste-Fehler, Ausdrucke mit schlechter Druckqualität usw. solltest du dir nicht gönnen. Gib dir viel Mühe, eine gut strukturierte, übersichtliche und vollständige Bewerbung abzugeben, der alle wichtigen Daten und Fakten über dich zu entnehmen sind. In jedem Buchladen gibt es gute Bücher zu kaufen, in denen ausführlich und mit Beispielen dargestellt wird, wie eine Bewerbung sinnvollerweise aufgebaut sein sollte; auch im Internet wird man an vielen Stellen fündig.

« R »

Rauchen
Das Thema "Rauchen" wird in der Arbeitswelt zunehmend problematischer, denn in vielen Betrieben sind die zusätzlichen kleinen Raucherpausen der Raucher ein ständiges Konfliktpotenzial zwischen Rauchern und Nichtrauchern, und nicht überall lassen sich getrennte Arbeitsplätze für Raucher und Nichtraucher einrichten. Je nach Betrieb und Branche kann es vielleicht vorteilhaft (in seltenen Fällen aber auch unvorteilhaft) sein, wenn Nichtraucher in ihrer Bewerbung auch erwähnen, dass sie nicht rauchen.

Rechtschreibung
Die Spatzen pfeifen es vom Dach, dass Teamarbeit heute im Arbeitsleben allenthalben gefragt ist. Weit weniger bekannt ist, dass für erfolgreiche Teamarbeit in ganz vielen Fällen auch solide Schreibkenntnisse unerlässlich sind, denn in größeren Projekten kann einfach nicht alles durch Besprechungen geregelt werden. Es müssen auch viele Dinge gut verständlich und fehlerfrei aufgeschrieben werden, zum Beispiel Arbeitsaufträge und Spezifikationen, Protokolle und Berichte sowie Briefe an Kunden oder Auftragnehmer erstellt werden. Schriftliche Ausdrucksfähigkeit und Rechtschreibung sind also vielfach ganz eng mit Teamfähigkeit verknüpft! Daher sollte es selbstverständlich sein, dass auch eine Bewerbung gut formuliert und fehlerfrei geschrieben sein sollte (und hoffentlich nicht allein durch Hilfe anderer!).
Weitere Hinweise auch unter dem Stichwort "Legasthenie".

Referenzen
In Zeiten etwas mühseliger Ausbildungsplatzsuche macht es aber vielleicht auch Sinn, sich wieder Referenzen nach älterer Lesart, also Empfehlungsschreiben ausstellen zu lassen und einer Bewerbung beizulegen. Vielleicht ist dein Klassenlehrer oder ein Fachlehrer gerne bereit, dir ein Empfehlungsschreiben für einen bestimmten Beruf auszustellen, für den er dich auf Grund seiner persönlichen Erfahrungen mit dir im Unterricht besonders geeignet hält? Oder du engagierst dich stark in der Freiwilligen Feuerwehr, im Sportverein oder in einer kirchlichen Jugendgruppe etc. und dein dortiger Betreuer bescheinigt dir gerne überdurchschnittliches Engagement und vorbildlichen Teamgeist? Kaum ein Bewerber wird von sich heute nicht behaupten wollen, er sei teamfähig, aber so könntest du es wirklich beweisen!
Alle diese Referenzen sind natürlich besonders gut aufgehoben im Berufswahlpass. Nur die allerwichtigsten und aussagekräftigsten Referenzen sollten als Kopie einer Bewerbung beigefügt werden, damit sie ihre Wirkung schon im ersten Bewerberauswahlschritt entfalten können, während der gesamte Berufswahlpass ja erst in späteren Phasen der Bewerbung zum Einsatz kommt.

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« S »

Sauberkeit
Dass Bewerbungsunterlagen von guter Druck- oder Kopierqualität sein sollten, haben wir schon erwähnt. Dass sie dann keine Eselsohren oder Kaffeeflecken vor ihrem Versand erleiden dürfen, ist sicher auch selbstverständlich. Kaum bekannt dagegen dürfte es sein, dass aus einem starken Raucherhaushalt stammende Bewerbungsunterlagen für einen Nichtraucher sehr unangenehm riechen und sich dadurch vielleicht einen "Minuspunkt" einfangen können. Deshalb sollte beim Erstellen und Zusammenstellen einer Bewerbungsmappe nicht geraucht werden, am besten erledigt man diese Arbeit in einem rauchfreien Zimmer der Wohnung. Falls jemand auf die Idee kommen sollte, Rauchgeruch durch Parfum überdecken zu wollen: In manchen Ländern ist die Parfümierung von Bewerbungen üblich, in Deutschland dagegen wird ein solcher Versuch eher "nach hinten losgehen".
siehe auch Hinweise unter "Rauchen".

« T »

Termin
Bei Einladungen zu weiteren Eignungstests oder Vorstellungsgesprächen ist Pünktlichkeit ein absolutes Muss. Die Anreise sollte deshalb gut geplant sein; die Reisezeiten für öffentliche Verkehrsmittel ebenso wie für das private Auto sollten etwas großzügig bemessen sein, damit ein verpasster Anschluss oder ein kleiner Stau nicht gleich zum Problem werden. Viele Verspätungen entstehen übrigens buchstäblich auf den letzten Metern schon in Sichtweite des Betriebes, wenn sich die Bewerber nicht genau informiert haben, zu welchem Eingangstor eines großen Betriebes sie kommen sollen.

Telefonanrufe
Jeder Telefonanruf in einem Ausbildungsbetrieb sollte sorgfältig abgewogen werden: Man kann damit Interesse beweisen und seine Bewerbung zielgerichteter gestalten - oder nerven. Ob ein Telefonanruf angeraten ist oder nicht, hängt von vielen Randbedingungen ab, von der Art der erbetenen Information, ob dort schon eine Bewerbung anhängig ist oder nicht..... Es gibt allerdings einige Regeln:

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« U »

Übersicht
siehe vorhergehende Hinweise unter "Gliederung".

« V »

Vorbereitung
siehe vorhergehende Hinweise unter "Elektronische Anlagen"

« W »

Wirtschaftsplanspiel
Vielleicht hast du in der Schule an einem Wirtschaftsplanspiel oder einem anderen Berufsorientierungsprojekt teilgenommen? Dann hast du hoffentlich davon noch eine Teilnahmebescheinigung? Noch aussagekräftiger als eine Teilnahmebescheinigung ist ein kurzer persönlicher Bericht, welche Schlussfolgerungen du daraus in Bezug auf deine Berufspläne abgeleitet hast. Teilnahmebescheinigung und persönlicher Kurzbericht sind wieder hervorragende Beispiele für Referenzen und gehören damit in den Berufswahlpass.

« X »

X-Chromosom
siehe nachfolgende Hinweise unter "Y-Chromosom".

« Y »

Y-Chromosom
Das Y-Chromosom im Erbgut entscheidet über das Geschlecht, aber sollte es auch über den Beruf entscheiden? Viele Bewerberinnen und Bewerber schränken sich und ihre Bewerbungsaussichten unnötig ein, indem sie weiterhin sehr geschlechtsspezifisch bei ihrer Berufswahl vorgehen. Die Ausbildungsbetriebe, ja die ganze Wirtschaft in Deutschland sähen viel lieber eine weitgehende Aufweichung des geschlechtsspezifischen Berufswahlverhaltens.
Warum? Die Wissenschaft hat in den letzten Jahren bewiesen, dass Frauen und Männer anders, nicht besser oder schlechter denken. Genau diese anderen Denkansätze werden in der Wirtschaft ganz dringend gebraucht, um zu mehr Ideenreichtum und anderen Lösungsansätzen bei allen möglichen Problemen in der Arbeitswelt zu gelangen. Deshalb wäre es sehr wichtig, wenn es zum Beispiel mehr männliche Kindergärtner und Grundschullehrer gäbe; ebenso freut sich jeder Betrieb über Bewerbungen von Mädchen für technische Berufe.
Allein aus diesen Gründen kann es eine Überlegung wert sein (und einen Pluspunkt bedeuten), sich mal für einen ganz anderen Beruf zu bewerben, der vermeintlich eher dem anderen Geschlecht zugeordnet ist. Begabung und Interesse für diesen Beruf müssen dann natürlich auch vorhanden sein, aber angeblich mangelnde Begabung ist oftmals nur ein jahrelang selbst gepflegtes Vorurteil. Also: Mut zu anderen Wegen!

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« Z »

Zeugnisse
Die Schulzensuren sind ebenso wie die "BASICSKILLS"-Ergebnisse ein ganz wichtiger Bestandteil einer jeden Bewerbung. Viele Ausbildungsbetriebe wollen in einer Bewerbung nicht nur die Zensuren des letzten Zeugnisses, sondern die der drei letzten Halbjahre sehen, um auch Trends erkennen zu können. Leider sehen heute die Zeugnisse vieler Jugendlicher ziemlich katastrophal aus, die Gründe reichen von Pubertät über familiäre Probleme bis hin zu allgemeiner Schulverdrossenheit.
Es kommt nicht selten vor, dass ein "BASICSKILLS"-Ergebnis eines Bewerbers im Gegensatz zu seinen Zeugnissen deutlich besser ausfällt; das ist in jedem Fall ein Riesen-Pluspunkt für den Bewerber. Daraus kann ein Betrieb erkennen, dass der Bewerber sicherlich über Potenzial verfügt, das er aber auf Grund irgendwelcher Probleme in der Schule nicht einbringen kann oder will. Solche Bewerber müssen gegenüber einem Ausbildungsbetrieb dann Farbe bekennen und glaubhaft machen, dass diese Probleme ausgestanden oder erfolgreich in Bearbeitung sind. Ansonsten muss ein Ausbildungsbetrieb davon ausgehen, dass dieselben Probleme sich auch in der Ausbildung, insbesondere in der Berufsschule, negativ auswirken. Dieser Beweis fällt oftmals schwer, und als Folge gehen die Ausbildungsbetriebe im Zweifelsfall oft lieber auf "Nummer sicher" und bevorzugen andere Kandidaten.

Zensuren
siehe Hinweise unter "Zeugnisse".

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