Tipps A - Z für Vorstellungsgespräche

In vielen Betrieben geschieht die Bewerberauswahl in drei oder mehr Stufen:

Wer eine Einladung zum Vorstellungsgespräch erhält, hat es also schon weit gebracht in diesem Ablauf. Aber auch in dieser Stufe scheitern noch einmal ungefähr 80% der Eingeladenen.

In den Vorstellungsgesprächen und Assessments versuchen die Ausbildungsbetriebe diejenigen Bewerber herauszufiltern, die die passenden menschlichen Eigenschaften und echtes Interesse an den Berufsinhalten und den späteren Einsatzmöglichkeiten mitbringen. Interesse - besser noch Begeisterung - sind schließlich die wichtigsten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Berufsausbildung und kompetente, motivierte Nachwuchs-Mitarbeiter.

Aber auch dein Eindruck, den du während eines solchen Gesprächs vom Ausbildungsbetrieb und deinen Gesprächspartnern bekommst, ist entscheidend: Vorstellungsgespräche sind oftmals hart, aber gerecht; du solltest dich dabei immer fair und menschlich behandelt fühlen, sonst sind Zweifel an der Sozial- und Ausbildungskompetenz des Betriebes angebracht, und du solltest dir gut überlegen, ob du dort eine Ausbildung antreten willst.

Die nachfolgenden Tipps für Vorstellungsgespräche nehmen hoffentlich ein wenig die Ängste und steigern die Erfolgsquote:

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« A »

Anti-Stress

Vorstellungsgespräche sind keine alltäglichen Situationen, deshalb sind Nervosität und Anspannung absolut natürlich. Anti-Stress-Seminare und Autogenes Training helfen da auch nur bedingt weiter. Die besten Gegenmittel gegen Stress sind Ehrlichkeit und eine gute Vorbereitung, aber auch ein gewissenhaft geführter und zum Vorstellungsgespräch mitgenommener Berufswahlpass.

In guten Ausbildungsbetrieben werden deine Gesprächspartner es verstehen, deine Nervosität zu Beginn erst einmal etwas abzubauen; im weiteren Verlauf des Gesprächs wissen sie dann meist ohnehin gut zu unterscheiden zwischen nervösitätsbedingten "Ausfallerscheinungen" und echten Indizien, die deine Eignung für diesen Ausbildungsplatz in Frage stellen könnten.

Antworten

In manchen fragwürdigen Bewerbungs-Ratgebern findet man Sammlungen "falscher" und "richtiger" Antworten für Vorstellungsgespräche; es ist nicht nur mühsam, sondern auch gefährlich, sich solche Antwortlisten einprägen zu wollen. Damit baust du eine Fassade auf und stellst dich anders dar, als du eigentlich bist; das ist sehr gefährlich und der absolut falsche Weg! Gut geschulte Gesprächspartner merken sofort, wenn du nicht authentisch bist (dich verstellst) und werden es verstehen, authentische Antworten aus dir herauszulocken!

Ausschnitt

siehe unter Kleidung.

« B »

BASICSKILLS

Wenn du dich mit einem BASICSKILLS-Ergebnis beworben hast, ist es gut möglich, dass du während deines Vorstellungsgespräches darauf angesprochen wirst: Insbesondere wenn deine Ergebnisse in einigen Themenbereichen stärker noch oben oder unten von unserer Profilempfehlung abweichen, könnten sich deine Gesprächspartner näher dafür interessieren, wie du in diesen Bereichen einer möglichen Über- oder Unterforderung entgegenwirken willst.

Beruf

Es kommt immer wieder vor, dass Bewerber zu Vorstellungsgesprächen erscheinen und gar nicht mehr wissen, auf welchen Beruf sie sich in dem betreffenden Betrieb eigentlich mal beworben haben. Oftmals ist damit das Vorstellungsgespräch schon vorzeitig beendet! Deshalb ist gerade bei vielen versandten Bewerbungen eine gute Buchführung wichtig, wo du dich wann auf welche(n) Beruf(e) beworben hast und welche Antworten von den Betrieben dazu erfolgt sind.

Berufswahlpass

Den Berufswahlpass haben wir dir in unserem Internetauftritt schon ausgiebig vorgestellt. Hoffentlich ist er an deiner Schule schon eingeführt, so dass du ihn jetzt zu deinen Vorstellungssgesprächen mitnehmen kannst! Ein gut mit Leben gefüllter Berufswahlpass ist ein unglaublich gutes Beruhigungsmittel für deine angespannten Nerven bei einem Bewerbungsgespräch! Damit kannst du beweisen, dass dein Berufswunsch nicht "vom Himmel gefallen" ist, sondern ein Ergebnis systematischer Recherchen und Informationssammlung ist: genau diese Ernsthaftigkeit überzeugt viele Ausbildungsbetriebe!

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« C »

Checklisten

Bei allen nicht gerade alltäglichen Tätigkeiten sollte man sich durch Checklisten absichern, dass man nichts Wesentliches vergisst! Das gilt natürlich auch für ein Vorstellungsgespräch. Hier ein paar Vorschläge für deine Checkliste:

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« D »

Dekolleté

siehe unter Kleidung

Duft & Deo

Wissenschaftler haben schon lange herausgefunden, dass beim berühmten ersten Eindruck der Geruch eine ganz wesentliche Rolle spielt. Nicht umsonst gibt es die Redewendung, dass man jemanden nicht riechen kann! Daher sind die folgenden Ratschläge so selbstverständlich, dass sie eigentlich nicht der Erwähnung bedürfen:

« E »

Ehrlichkeit
Immer wieder kommen wir hier auf das Thema Anspannung und Stress und Gegenmaßnahmen! Jeder Versuch, etwas in deiner Bewerbung vertuschen zu wollen oder dich anders darstellen zu wollen, als du eigentlich bist, wird unweigerlich zu erhöhter Nervosität führen und damit deine Erfolgschancen schmälern. Deshalb können wir dir nur zu Offenheit und Ehrlichkeit raten:

Es ist allemal besser, Fehler in der Vergangenheit einzuräumen und ehrliche Besserung zu geloben, als fadenscheinige Begründungen vorzubringen. Auch bei Fragen nach deinen Stärken und Schwächen, nach deinen Charaktereigenschaften oder Arbeits- und Lerngewohnheiten solltest immer bei der Wahrheit bleiben.

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« F »

Fragen, eigene

Du kannst deine Gesprächspartner im Vorstellungsgespräch von deiner guten Vorbereitung auf diesen Termin überzeugen, indem du mit einem kleinen Katalog eigener wohlüberlegter Fragen aufwartest. Fragen, die sich durch einen Besuch auf der Homepages des Betriebes oder auf der erstbesten Internetseite zu diesem Beruf von alleine beantworten, solltest du jedoch tunlichst nicht stellen. Als Fragen bieten sich an:

Fragen, übliche

In einem Vorstellungsgespräch werden üblicherweise Fragen zu verschiedenen Themenkomplexen gestellt. Die folgende Aufstellung gibt die häufigsten Fragen wieder:

Fragen, zulässige und unzulässige

Grundsätzlich darf ein Arbeitgeber nur Dinge fragen, die im Zusammenhang mit deiner Eignung, deinem Interesse und deiner Motivation für die betreffende Ausbildungsstelle stehen. Da bei der Einstellung von Bewerbern aber auch die Schlüsselqualifikationen eine bedeutsame Rolle spielen, darf er natürlich durchaus auch nach deinen Freizeitaktivitäten, deinen Lesegewohnheiten und ähnlichen Dingen fragen, die auf den ersten Blick nicht direkt mit dem künftigen Beruf zu tun haben.

Die folgenden Fragenbereiche sind bis auf ganz seltene Ausnahmen nicht zulässig:

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« G »

Genussmittel

Es soll hin und wieder vorkommen, dass ein Betrieb die Bewerber zu Beginn eines Vorstellungsgespräches damit aufprüfen will, welche angebotenen Genussmittel sie annehmen - über die Aussagekraft eines solchen Vorgehens wollen wir hier nicht urteilen. Wie dem auch sei, Zigaretten und Alkohol in jeder Form solltest du höflich ablehnen, alkoholfreie Getränke kannst du dagegen ruhig annehmen.

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« H »

Hobby

Ein Hobby verrät einiges über den Menschen, und die Betriebe wollen dich als Persönlichkeit ja auch ein wenig kennenlernen um sicherzugehen, dass du der
richtige Nachwuchs für sie bist. Fragen nach deinen Hobbys sind deshalb in jedem Vorstellungsgespräch zu erwarten. Bei einer kleinen Erläuterung deines Hobbys darfst du auch gern ein bißchen (echte!) Begeisterung erkennbar werden lassen: Es gibt leider immer mehr Menschen, die recht emotionslos und für nichts so recht zu begeistern durchs Leben gehen; davon kannst du dich hier positiv abheben!

Lass dich aber keinesfalls dazu verleiten, vermeintlich gut zu diesem Beruf passende Freizeitbeschäftigungen als deine Hobbys auszugeben, die du jedoch nur sehr oberflächlich oder gar nicht betreibst; es könnte sein, dass du auf einen sachkundigen Gesprächspartner triffst, der deine kleine Hochstapelei mit ein wenig gezieltem Nachfragen schnell entlarvt.

« I »

Informieren

Eine der häufigsten Ursachen für Mißerfolg im Bewerbungsgespräch ist mangelnde Information und Vorbereitung. Wer zum Bewerbungsgespräch erscheint und keine Ahnung hat, was der betreffende Betrieb herstellt oder als Dienstleistung anbietet, braucht sich über eine Absage nicht zu wundern! Ebenso solltest du gut mit der Beschreibung des Ausbildungsberufes vertraut sein.

« J »

Jobs

Für viele Ausbildungsbetriebe ist es auch ein interessantes Indiz, ob du in den Ferien oder nachmittags schon einmal gejobbt und damit bereits ein klein wenig in die Arbeitswelt hineingeschnuppert hast. Mit einem solchen Job kannst du dich außerdem wohltuend unterscheiden von anderen, die antriebslos mit ihrer Freizeit nichts anzufangen wussten; daher solltest du dies an geeigneter Stelle im Vorstellungsgespräch erwähnen - auch wenn es vielleicht nur Babysitting oder Zeitungsaustragen war.

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« K »

Kleidung

Der erste Eindruck ist wie so oft im Leben auch beim Vorstellungsgespräch häufig entscheidend. Deshalb sind durchaus ein paar Überlegungen sinnvoll, wie du dich dafür kleiden solltest: Im Wesentlichen gibt es die folgenden Regeln:

siehe außerdem: Sauberkeit, Duft & Deo

Körpersprache
Mit der Körpersprache gibt man viele Informationen über seinen momentanen Gefühlszustand preis. Deshalb enthalten manche Bewerbungsratgeber seitenweise gute Ratschläge, welche Körperhaltung, Mimik und Gestik vorteilhaft ist und welche weniger. Diese Aussagen sind alle richtig, müssen aber schon über lange Zeit bekannt sein und täglich gelebt werden, also in "Fleisch und Blut übergegangen" sein. Ansonsten besteht die große Gefahr, dass durch zuviel Selbstkontrolle die Anspannung noch mehr verstärkt wird, das Verhalten unnatürlich und gehemmt erscheint und die Konzentration auf die eigentlichen Fragen und Aufgaben im Vorstellungsgespräch darunter leidet. Also entweder dieses Thema sehr frühzeitig angehen oder weitgehend ignorieren!

Kostproben

Je nach Beruf und Branche kann es vorteilhaft oder gar gefordert sein, dass du Kostproben deines Geschicks zum Vorstellungsgespräch mitbringst; insbesondere in den Bereichen Grafik und Design ist das der Fall. Aber auch in anderen Berufsrichtungen kann es nicht schaden, wenn du geeignete Arbeitsproben/Vorführobjekte präsentieren kannst

Krankheit

Wenn du zum Termin des Vorstellungsgespräches krank wirst, solltest du den Termin so rechtzeitig wie möglich absagen und um einen kurzfristigen Ersatztermin bitten. Es wird vielfach gar nicht gerne gesehen (Bazillen-Mutterschiff!) und ist auch in den wenigsten Fällen von Erfolg gekrönt, wenn man sich krank und entsprechend eingeschränkt belastungsfähig zum Termin schleppt.

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« L »

Legitimation

Es kann sein, dass du dich vor Beginn des Vorstellungsgesprächs ausweisen musst. Für diesen Fall solltest du ein Ausweisdokument wie Kinderausweis oder Personalausweis dabei haben.

Links

Weitere nützliche Informationen zum Thema Vorstellungsgespräche gibt es unter:

www.jobware.de/ra/rb/index.html

Literatur

Im Buchhandel werden auch die verschiedensten Bücher zum Thema Bewerbung und Vorstellungsgespräch angeboten. Ob dir ein Buch weiterhilft, kannst du am besten entscheiden, indem du in Ruhe im Buchladen mal in einige Werke hineinblätterst. Einige Bücher werden auch im Internet angepriesen:

www.14-24jahre.com

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« M »

Mobilität

In einigen Berufen ist schon während der Ausbildung, spätestens aber nach deren Beendigung räumliche Mobilität gefordert: Dies ist natürlich insbesondere in Berufen mit Montage-Tätigkeiten oder Vor-Ort-Kundenbetreuung zu erwarten, aber zum Beispiel auch in kaufmännischen Ausbildungen in großen Unternehmen wird zunehmend gewünscht, dass die Auszubildenden von vorneherein diverse Niederlassungen kennenlernen und Kontakte knüpfen. Diese Mobilität mit "Leben aus dem Koffer" und Reisestress ist nicht jedermanns Sache, und du solltest dir gut überlegen, wie du entsprechende Fragen danach beantwortest. Verneine diese Fragen aber auch nicht vorschnell, häufig finden Jugendliche nach der ersten Abnabelung vom Elternhaus auch Gefallen an beruflichen Reisen oder sogenannter "Einsatzwechseltätigkeit".

Mundgeruch

siehe unter Duft&Deo

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« N »

Namen

In manchen Bewerbungsratgebern wird dringend empfohlen, sich die Namen der Gesprächspartner im Vorstellungsgespräch gut einzuprägen und sie während des Gesprächs immer mal wieder mit ihrem Namen anzusprechen. Für Berufe, in denen ein gutes Namensgedächtnis von großem Vorteil ist, kann das in Einzelfällen tatsächlich hilfreich sein; in den allermeisten Fällen aber werden deine Gesprächspartner vollstes Verständnis für deine Nervosität und deine Konzentration auf andere Dinge haben, so dass sie auf eine wiederholte Ansprache mit ihrem Namen gar keinen Wert legen - oder es sogar als aufgesetzt und antrainiert empfinden. Ein schönes Beispiel dafür, dass bei Empfehlungen für Bewerbung und Vorstellungsgespräch "falsch" und "richtig" oftmals sehr dicht beeinander liegen können!

Nervosität

siehe unter Anti-Stress

« O »

Offenheit

Während eines Vorstellungsgesprächs wollen deine Gesprächspartner in erster Linie deine menschlichen Eigenschaften (neudeutsch: soft skills) ergründen. Da du im Normalfall bislang keine Erfahrung mit beruflichen Situationen hast, bleibt hier nur die Möglichkeit, dich durch Nachfragen nach deinem Verhalten in privaten oder schulischen Situationen kennenzulernen.

Ein gewisses Maß an Offenheit ist Voraussetzung für Team- und Kommunikationsfähigkeit - oder anders herum formuliert: Wer sich gegenüber anderen Menschen verschließt, kann in keinem Team integriert werden und tut sich mit jeder zwischenmenschlichen Kommunikation schwer.

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« P »

Parfüm

siehe unter Anti-Stress

Pünktlichkeit

Bei Einladungen zu weiteren Eignungstests oder Vorstellungsgesprächen ist Pünktlichkeit ein absolutes Muss. Es gibt kaum eine Entschuldigung für ein Zuspätkommen, die voll akzeptiert wird. Entweder startest du schon mit einem dicken Minuspunkt behaftet in das eigentliche Gespräch oder musst gleich wieder auf dem Absatz umkehren, weil andere Bewerber dran sind und die Firma ihren straffen Zeitplan einhalten will.

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« Q »

Qantität und Qualität

In einem Vorstellungsgespräch solltest du nicht gerade wortkarg erscheinen, du solltest aber auch nicht zu weitschweifig in deiner Rede werden. Es wird immer mehr die Qualität deiner Antworten als die Redezeit bewertet. Wer zu viel redet, erweckt den Verdacht, damit etwas überspielen zu wollen. Bei Fragen, auf die du keine Antwort weißt, solltest du dies besser eingestehen, als dich wortreich um eine Antwort herumlavieren zu wollen. 

« R »

Rauchen

siehe unter Duft&Deo

Reisekosten

Wenn du eine längere Anreise zum Vorstellungsgespräch hattest, besteht in vielen Fällen die Möglichkeit, dass dir vom Betrieb oder der Agentur für Arbeit die Reisekosten erstattet werden. Betriebe möchten in solchen Fällen meistens sofort eine Kontoverbindung genannt bekommen; für diesen Fall solltest du die Kontodaten deines Girokontos (oder des Kontos deiner Eltern) griffbereit dabei haben. Für eine Reisekostenerstattung durch die Agentur für Arbeit musst du dich vorher offiziell dort als ausbildungsplatzsuchend angemeldet haben und bekommst ein Formular ausgehändigt, in dem der Betrieb dein Erscheinen zum Vorstellungsgespräch bestätigen muss.

Rückmeldung

In manchen Betrieben wird sofort nach beendetem Vorstellungsgespräch entschieden und dir mündlich mitgeteilt, ob dir ein Ausbildungsplatz angeboten wird oder nicht. Wenn du gerade eine solche Absage erhalten hast, dann ist es sicherlich dein größter Wunsch, diesen Ort der Niederlage so schnell wie möglich zu verlassen! Diesem instinktiven Verhalten solltest du nicht sofort nachgeben, wenn sich noch die Gelegenheit ergibt, deine Gesprächspartner nach den Gründen der Ablehnung zu befragen. Auf diese Art und Weise kannst du sehr wertvolle Informationen und Rückmeldungen bekommen, die für weitere Vorstellungsgespräche hilfreich sind oder gar den Anstoß für eine Umorientierung auf andere Berufe geben können.

Sei dir bitte bewusst, dass du mit einem solchen Wunsch nach Rückmeldung deine Gesprächspartner auch etwas in Verlegenheit bringen kannst oder deine Frage als verkappter Vorwurf missverstanden werden kann. Formuliere deine Bitte deshalb sehr höflich und vorsichtig.

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« S »

Sauberkeit

Frisch gewaschene Haare, saubere Fingernägel sowie saubere Kleidung und Schuhe sollten eine Selbstverständlichkeit sein – in jedem Beruf! Mit Make-Up und Schmuck lieber dezent und sparsam umgehen als zu dick aufzutragen.

Stärken

Es gibt wohl kaum ein Vorstellungsgespräch, in dem nicht irgendwann auch Fragen nach deinen Stärken und Schwächen gestellt werden. Diese Fragen zielen meistens weniger in Richtung Schulfächer oder körperlicher Fähigkeiten, sondern mehr in Richtung deiner menschlichen Eigenschaften und Tugenden. Als Jugendlicher tut man sich mit einer solchen Selbsteinschätzung meistens recht schwer, so dass ergänzend eine Fremdeinschätzung (z. B. durch deine Eltern) sehr zu empfehlen ist. Wenn du im Rahmen deiner Berufsorientierung mit dem Berufswahlpass gearbeitet hast, bist du mit Selbst- und Fremdeinschätzung schon bestens vertraut und musst nur noch einmal nachschlagen. Besonders überzeugend kannst du auf diese Fragen antworten, wenn du nicht nur deine Stärken und Schwächen benennen kannst, sondern an Hand von Beispielen aus deinem Verhalten aufzeigen kannst, wie du zu dieser Selbsteinschätzung gelangt bist.

« T »

Tätowierung

Tattoos sind zur Zeit bei Jugendlichen groß in Mode. Die meisten Personalverantwortlichen in Betrieben halten allerdings von offen sichtbaren Tätowierungen nichts: Für die meisten Berufe mit intensivem Kundenkontakt werden sie überhaupt nicht akzeptiert, in Bauberufen dagegen stören sie meistens nicht, und im Friseurhandwerk bei überwiegend jugendlichem Kundenstamm werden sie sogar hier und da gerne gesehen. Im Zweifelsfall solltest du daher eine eventuell vorhandene Tätowierung gut mit Kleidung bedecken.

Teamfähigkeit

Teamfähigkeit ist seit ein paar Jahren das Zauberwort in der Berufswelt und in Bewerberauswahlverfahren. Böse Zungen behaupten allerdings, "Team" sei die Abkürzung für "Toll, ein anderer macht's" sei. Spaß beiseite, Teamarbeit ist heute aus der Arbeitswelt wirklich nicht mehr wegzudenken; deshalb wird dieses Thema zu Recht auch in fast jedem Vorstellungsgespräch angesprochen. Auf Fragen nach Teamfähigkeit werden allerdings keine einfachen Ja-/Nein-Antworten, sondern nach Möglichkeit eine durch kleine Erfahrungsberichte untermauerte Selbsteinschätzung erwartet.

Die Schwierigkeit für viele jugendliche Bewerberinnen und Bewerber besteht dann darin, dass aus der Schule heraus nur die wenigsten Schüler über eingehendere Erfahrungen mit Teamarbeit berichten können. Glücklicher kann sich da schon jemand schätzen, der in einem Verein aktiv Mannschaftssport betreibt oder sich zum Beispiel in kirchlichen Gruppen oder in der Freiwilligen Feuerwehr engagiert.

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« U »

Unterlagen

Zu einem Vorstellungsgespräch solltest du nicht mit Diplomatenkoffer und echtlederner Dokumentenmappe erscheinen, du solltest deine mitgebrachten Unterlagen aber auch nicht als "Loseblattsammlung" zerknautscht aus dem Rucksack ziehen. Praktisch und angemessen für diesen Zweck sind zum Beispiel so genannte Eckspannmappen  

« V »

Vorbereitung

Erfolgreiche Spitzensportler trainieren nicht nur fleißig, sie bereiten sich auch ausgiebig mental (gedanklich) auf jeden Wettkampf vor. Eine gute Vorbereitung wie im Sport sollte auch für ein Vorstellungsgespräch selbstverständlich sein und ist zugleich Garant für minimalen Stress!

Diesen Zusammenhang pfeifen die Spatzen in jedem Bewerbungsratgeber vom Dach, und auch wir haben auf dieser Seite schon mehrfach darauf hingewiesen. Trotzdem lässt sich immer wieder ein Großteil der Bewerberinnen und Bewerber sträflich schlecht vorbereitet in solche Gespräche hineinpurzeln. Die Gesprächspartner finden an Hand von wenigen Fragen heraus, wie viel Vorbereitung dir dein Vorstellungsgespräch wert war; wenig Vorbereitung setzen sie gleich mit wenig Interesse für diesen Ausbildungsplatz. Kannst du ihnen das verdenken?

Eine gute Vorbereitung umfasst:

« W »

Wettbewerber

Viele Betriebe laden sich gleich mehrere Bewerberinnen und Bewerber zu aufeinanderfolgenden Terminen zu Vorstellungsgesprächen ein. Oftmals treffen dann in einem Warteraum Kandidaten, die ihr Gespräch schon hinter sich haben, mit Neuankömmlingen zusammen. In solcher Situation solltest du Teamfähigkeit und Wettbewerb nicht miteinander verwechseln und nichts über die Gesprächsinhalte ausplaudern, die du erlebt hast. Warum solltest du anderen Bewerbern einen Vorteil verschaffen, der dir selbst nicht vergönnt war?

« X »

X-Chromosom
Siehe nachfolgende Hinweise unter "Y-Chromosom".

« Y »

Y-Chromosom

Das Y-Chromosom im Erbgut entscheidet über das Geschlecht; in den Bewerbungstipps von A bis Z hatten wir empfohlen, es nicht auch über den Berufsweg entscheiden zu lassen. Bewerberinnen und Bewerber, die sich gezielt für Berufe entscheiden, die noch mehrheitlich vom jeweils anderen Geschlecht ausgeübt werden, verbuchen mit dieser Wahl meistens schon einen Pluspunkt. Weitere Pluspunkte können sie im Vorstellungsgespräch ernten, indem sie deutlich machen, dass sie sich einiger möglicher Schwierigkeiten in diesem Zusammenhang durchaus bewusst sind. Fragen nach den Erfahrungen des Betriebes dazu sind völlig in Ordnung, sollten aber nicht den Eindruck von Ängstlichkeit erwecken.

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« Z »

Zeitrahmen

Der zeitliche Rahmen für ein Vorstellungsgespräch kann recht unterschiedlich sein, je nach Unternehmen und Ausbildungsberuf liegt die Spannweite etwa
zwischen 20 und 90 Minuten. So genannte Assessment Center (mit verschiedensten Einzel- und Gruppenaufgaben sowie Rollenspielen) können sich auch über einen ganzen Tag erstrecken.

Zeugnisse

Je nach Betrieb und Ausbildungsberuf können zwischen dem Versand der Bewerbung und dem Vorstellungsgespräch einige Monate liegen. Inzwischen hast du vielleicht schon ein weiteres Schulzeugnis erhalten. Es spricht für dich, wenn du in solchen Fällen eine Kopie des neuen Zeugnisses zum Vorstellungsgespräch mitbringst.

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